Grob geschätzt gibt es in Deutschland über 38 Millionen Zeitungsausschnitte in Archiven und Bibliotheken. Die Sektion 5 im Deutschen Bibliotheksverband e.v. (dbv) und das Netzwerk Pressedokumentation setzen sich seit Jahren dafür ein, den Zugang zu diesen historisch wichtigen Quellen zu erleichtern.
Zeitungsausschnitt-Sammlungen sind eine primäre Quelle für zahlreiche Forschungsdisziplinen. Seit 2018 können Wissenschaftler*innen sie aber nur noch vor Ort nutzen. Aktuell sind der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) und der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) im Gespräch, um eine Lösung zu erarbeiten, die es ermöglicht, ortsunabhängig Zeitungsausschnitte in Kopie bereit zu stellen.
Viele Anfragen von Forscher*innen beziehen sich auf ältere und/oder schwer greifbare Artikel. Oftmals sind es sach- bzw. themenbezogene Anfragen, die zahlreiche Zeitungen betreffen. Mit ihren thematisch aufgebauten Zeitungsausschnittsammlungen leisten Bibliotheken einen besonderen Service. Gesucht wird i.d.R. kein einzelner Artikel, sondern eine Zusammenstellung. Diese umfasst oft 20-50 Artikel aus verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften, z.B. Rezensionen zu einem Buch oder die Berichterstattung zu einem Ereignis.
Die Umfrage mit Fragen zur Zusammensetzung und Nutzung der Zeitungsausschnitt-Sammlungen ist bis zum 15. Februar 2026 online geschaltet. Sie wurde von der Sektion 5 im dbv und dem Netzwerk Pressedokumentation entwickelt und dient als Grundlage für die nächsten Gespräche mit dem Ziel zu einem fairen Rahmenvertrag zu kommen, dem sich Archive und Bibliotheken anschließen können.
Hier geht es direkt zur Umfrage auf den dbv-Seiten: https://survey.lamapoll.de/Umfrage-zu-analogen-Zeitungsausschnitt-Sammlungen-in-Deutschland